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Wie bereits im letzten
Abschnitt dargelegt gibt zwei verschiedene Varianten des
Energieausweises.
So ist für einige ältere Gebäude der so genannte
Energieverbrauchsausweis hinreichend.
Um einen Energieverbrauchsausweis auszustellen, werden die
Verbrauchsdaten der Haushalte (oder gewerbliche Betriebe) eines
Gebäudes ausgewertet und das Gebäude somit einer
Energieeffizienzklasse zugeteilt.
Es erfordert relativ wenig
Aufwand, einen solchen Energieverbrauchsausweis auszustellen und somit
sind die Kosten eines solchen Energieausweises auch relativ gering.
Leider ist auch die Aussagekraft eines Energieverbrauchsausweises
gering, da keine gebäudespezifischen Daten ausgewertet werden, sondern
lediglich das Verbrauchsverhalten der Bewohner.
Dieses Verbrauchsverhalten kann von Haushalt zu Haushalt natürlich
erhebliche Differenzen aufweisen.
So werden im Rahmen eines
Energieverbrauchsausweises Gebäude viel zu gut bewertet, wenn
beispielsweise:
- ein großer Teil der Bewohner
einen sehr sparsamen Umgang mit Energie pflegen,
- viele der Bewohner werktätig sind und somit zwangsläufig in der
eigenen Wohnung weniger Energie verbrauchen, als Menschen, die sehr
viel Zeit in der eigenen Wohnung verbringen,
- die Anzahl an 1-Personen Haushalten eines Gebäudes
überdurchschnittlich hoch ist, da Single Haushalte in der Regel
deutlich weniger Energie verbrauchen als Familien.
Umgekehrt werden Gebäude im
Rahmen eines Energieverbrauchsausweises viel zu schlecht bewertet,
wenn:
- überwiegend Familien in dem
Gebäude leben, die naturgemäß einen hohen Energiebedarf haben,
- der Anteil an berufstätigen Bewohnern des Gebäudes eher gering ist,
da zum Beispiel viele Rentner das Gebäude bewohnen,
- und wenn das Verbrauchsverhalten vieler Bewohner eher
verschwenderisch ist.
Oben genannte Punkte sollten
bereits zeigen, dass die Aussagekraft eines Energieverbrauchsausweises
relativ gering ist und man das Verbauchsverhalten der Bewohner einer
Immobilie schon wirklich sehr gut kennen müsste, um die
Energieeffizienz eines Gebäudes anhand eines Verbrauchsausweise
bewerten zu können.
Aus diesem Grunde sei allen
Menschen angeraten, die ein Haus bzw. eine Wohnung kaufen oder mieten
wollen, und lediglich einen Energieverbrauchsausweis vorgelegt
bekommen, der Aussagekraft dieses Energieausweises nicht zu vertrauen,
sondern sich noch selber ein Bild über die Energieeffizienz des
Gebäudes zu machen.
So sollte man erfragen, wie das Haus gedämmt ist, wie alt die
Heizungsanlage ist, welche Fenster (Dämmwert) eingebaut sind u.s.w.
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Mitteilung:
TÜV geprüfte Baufinanzierungen – was
steckt dahinter?
Baufinanzierungen gehören zu den wichtigsten Geschäftszweigen einer
Bank. Hier werden relativ schnell große Volumen erreicht. In den
vergangenen Jahren waren in diesem Bereich auch anständige Margen mit
relativ wenig Risiko zu verdienen.
Keine Bank kann es sich heute erlauben den Bereich Baufinanzierung zu
vernachlässigen. Aus diesem Grund entsteht ein Verdrängungs-
wettbewerb in einem relativ begrenzten Markt. Zwar schafft der Staat
immer wieder Anreize für Investitionen im Bereich der Immobilien durch
entsprechende Förderprogramme, dennoch müssen Banken um jeden guten
Baufinanzierungskunden kämpfen.
Bei den Baufinanzierungen ist der Preis, also der Zinssatz, für viele
Kreditnehmer entscheidend. Und genau über den Preis wird der Kampf der
Kreditinstitute um die Kunden ausgetragen: Wer den günstigsten
Zinssatz für die Baufinanzierung anbietet, erhält den Zuschlag. Dieser
Zustand geht vielen Geldhäusern an die Substanz. Da nicht jede Bank
schlanke Kostenstrukturen hat, kann auch nicht jedes Kreditinstitut
auf eine bestimmte Mindestmarge, die eine kostendeckende Kalkulation
vorgibt, verzichten. Aus diesem Grund sind innovative Ansätze
erforderlich, die Baufinanzierungskunden an die eigene Bank binden.
Hier setzen die meisten Banken auf Qualitätsberatung und versuchen
diese in den Vordergrund der Baufinanzierung zu stellen. Tatsächlich
ist eine bedarfsorientierte und qualitative Beratung in Sachen
Baufinanzierung wichtig. Für den Kunden hat eine Baufinanzierung, die
meist mehrere Jahrzehnte dauert und mit erheblichen Belastungen und
Risiken verbunden ist, weitreichende Konsequenzen.
Eine individuelle Beratung, die berücksichtigt, ob der Kunde
beispielsweise eine Sondertilgung vereinbaren möchte oder
Zinssicherheit über die gesamte Kreditlaufzeit wünscht, ist von großer
Bedeutung. Dabei ist es insbesondere wichtig einen realistischen
Finanzierungsplan aufzustellen und dabei die Sonderkredite der KfW
(Kreditanstalt für Wiederaufbau) sowie öffentliche Fördermittel und
staatliche Zuschüsse zu berücksichtigen. Auch mögliche Veränderungen
im Leben des Kreditnehmers (Arbeitsunterbrechungen wegen Mutterschutz)
müssen in den Finanzierungsplan mit einfließen.
Gleichzeitig müssen elementare Risiken ausgeschlossen werden. Daher
gehört die Prüfung aller Sachversicherungen zum Beratungsumfang einer
Baufinanzierung. Die richtige Wahl der Finanzierungsform ist für den
Erfolg einer Baufinanzierung ebenso wichtig.
Viele Kreditinstitute gehen daher dazu über, ihre Kompetenz bei der
Baufinanzierungsberatung von einer unabhängigen Stelle bescheinigen zu
lassen. Dabei prüft beispielsweise TÜV neben der Qualität und
Verständlichkeit der eingesetzten Werbemittel auch die internen
Prozesse einer Bank. Eine TÜV geprüfte Baufinanzierung muss auch
inhaltliche Mindestanforderungen erfüllen. So wird geprüft, ob der
Kunde über Fördermittel aufgeklärt wird, und ob die Bonitätsprüfung
realistisch erfolgt. Die Liste der einzelnen Punkte, zu denen auch die
Einräumung der Sondertilgungsrechte gehört, ist sehr lang. Die
einzelnen Kriterien werden dabei jährlich geprüft. Eine TÜV geprüfte
Baufinanzierung ist daher ein echtes Qualitätssiegel, dem ein
Verbraucher vertrauen kann.
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